sOptimo+ - Ganzheitliche Optimierung von Energieversorgungssystemen in der Praxis

Zielstellung des Projektes

Durch eine Optimierung des Versorgungssystems können Potentiale zur Effizienzsteigerung, Emissionsreduktion und Kosteneinsparung in Energieversorgungssystemen aufgedeckt und nutzbar gemacht werden. Der Einsatz der Optimierungsmethodik erstreckt sich von der Planung bis zum täglichen Betrieb der Anlagen, hierbei müssen alle relevanten Aspekte des Energieversorgungssystems durch die Optimierung abbildbar sein. Mit dem Forschungsprojekt „sOptimo+: Ganzheitliche Optimierung von Energieversorgungssystemen in der Praxis“ sollen die in vorangegangenen Projekten entwickelten Methoden und Tools zur Optimierung von Energieversorgungssystemen zur Praxis-Reife weiterentwickelt werden.

Projektergebnisse

Am 1. Oktober 2015 fand das 1. Meilensteintreffen des Forschungsvorhabens bei der GFaI in Berlin statt. Bei dem Treffen wurden die Anforderungen an die Optimierungssoftware und -methodik zusammengestellt, welche in vorausgehenden Arbeitstreffen aus den Perspektiven unterschiedlicher Partner und Akteure eingehend analysiert wurden. Anhand der Ergebnisse sind die Prioritäten für die anstehenden Arbeitspakete festgelegt, sowie die nötigen Weiterentwicklungen spezifiziert worden. Während des Projekttreffens wurden darüber hinaus die Praxisbeispiele vorgestellt, welche im Rahmen des Projektes behandelt werden. Der aktuelle Stand der Strukturoptimierungssoftware wurde dabei anhand eines Praxisbeispiels exemplarisch in TOP-Energy vorgestellt.

Auf der "International Conference on Energy, Water and Environmental Sciences" (ICEWES2015) am 15. - 17.12.2015 in Ras al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) stellte Herr Dr.-Ing. Stefan Kirschbaum von der GFaI, ein Paper mit dem Titel: "Structural Optimization of Solar Driven Energy and Desalination Systems" vor. Dabei wurde die Anwendbarkeit der sOptimo Methodik auf die Optimierung von Energieversorgungssystemen mit gekoppelter Bereitstellung von Trinkwasser untersucht. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich die im Projekt sOptimo+ entwickelten Verfahren auch eignen um solarbetriebene Trinkwasseraufbereitungsanlagen auszulegen.

Die Arbeiten wurden insbesondere von den teilnehmenden einheimischen Forschern mit großem Interesse verfolgt, da die Aufgabenstellung Strom, Kälte und Trinkwasser bereitzustellen in den Vereinigten Arabischen Emiraten sehr typisch ist. Die hohe Zahl von Freiheitsgraden und der Wunsch die Abhängigkeit vom Öl zu verringern führen zu vielfältigen Aufgaben im Bereich der Anlagenauslegung. Es wird angestrebt die Methodik an einem Hotelkomplex in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu evaluieren.

Im Rahmen des 2. Meilensteintreffens am 30. Juni am LTT in Aachen hat die KlimaExpo.NRW das Vorgängerprojekt sOptimo in die Leistungsschau aufgenommen. Diese innovative Lösung zur Einsparung von Energie hat die KlimaExpo.NRW besonders gewürdigt. (Pressemitteilung, KlimaExpo.NRW, 30.06.2016)

Projektpartner

  • Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, RWTH Aachen University
  • BFT Planung GmbH, Aachen
  • INEOS Köln GmbH
  • InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, Hürth
  • BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH, Aachen