Graphische Ingenieursysteme

Der Bereich Graphische Ingenieursysteme (Graphing) entwickelt Software-Lösungen mit denen technische Systeme modelliert, simuliert und optimiert werden können. Der Ansatz der graphischen Modellierung vereint die verschiedenen Anwendungen und Domänen.

Zum Einsatz kommen graphartige Modelle und graphische Sprachen, für die Visualisierungen und Editoren entwickelt werden. Anwendungsgebiete sind die Energiesystemtechnik, Produktionsplanung, Fehleranalyse und Schaltschranklayout.

Neben den konkreten Anwendungsfällen für graphische Ingenieursysteme werden im Forschungsbereich theoretische Untersuchungen zu Modellierungen mit graphischen Sprachen, deren Visualisierungen, Layoutverfahren sowie Simulations- und Optimierungsverfahren durchgeführt.

Profil

  • Optimierung, Simulation und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen von Energiesystemen mit TOP-Energy®
  • Standardisierte und adaptive Fehleranalyse und -behebung
    für Produktionssysteme mit QUICKSTEPS
  • Modellbasierte Softwareentwicklung basierend auf hierarchischen Zustandsautomaten
  • Untersuchung von graphischen Modellbeschreibungssprachen für parametrische 3D-Modelle
    für Tiefziehwerkzeuge
  • Platzierungs- und Routing-Verfahren für automatisches Schaltschranklayout
  • Eigenes Softwareframework für Graphische Ingenieursysteme
  • Graphische domänenspezifische Sprachen und Layoutverfahren

Projekte

sOptimo+


Ganzheitliche Optimierung von Energieversorgungssystemen in der Praxis

Potentiale zur Effizienzsteigerung, Emissionsreduktion und Kosteneinsparung in Energieversorgungssystemen können durch eine Optimierung des Versorgungssystems aufgedeckt und nutzbar gemacht werden. Der Einsatz der Optimierungsmethodik erstreckt sich von der Planung bis zum täglichen Betrieb der Anlagen, hierbei müssen alle relevanten Aspekte des Energieversorgungssystems durch die Optimierung abbildbar sein.

Mit dem Forschungsprojekt sOptimo+ sollen die in vorangegangenen Projekten entwickelten Methoden und Tools zur Optimierung von Energieversorgungssystemen zur Praxis-Reife weiterentwickelt werden.

Förderung: BMWi / EnEff: Wärme; Förderkennzeichen: 03ET1259C

ModEnCo


Modellbasiertes Energie-Controlling zur Schließung der Energieeffizienzlücke zwischen Planung und Betrieb komplexer Energiesysteme beispielhaft ausgeführt für Nichtwohngebäude

Energieeffizienz ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für Unternehmen und eine politische Forderung im Bereich der öffentlichen Hand. Energieeinsparungen, die in der Planung prognostiziert werden, entsprechen häufig nicht den tatsächlich im Betrieb realisierten Reduktionen. Es klafft eine Lücke zwischen Planung und Betrieb. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird eine Methodik entwickelt, die es ermöglicht mittels energetischer Modelle diese Lücke zu schließen.

Förderung: BMWi / IGF; Förderkennzeichen: 18280 BG/3

QuSys


Entwicklung eines Qualitätssystems zur inhaltlichen Bewertung von 8D-Reports


Zur Dokumentation der Bearbeitung von Reklamationen werden im Verhältnis zwischen Kunde und Hersteller Dokumentationen in Form von 8D-Reports angefertigt. Um die Qualität der Reports zu steigern, wird im Rahmen dieses Forschungsprojekts ein System zur formalen und inhaltlichen Bewertung von 8D-Reports entwickelt. Diese automatisierte Bewertung soll dazu führen, qualitativ geringere Reports zu identifizieren und ein hochwertiges Reklamationsmanagement durchzuführen.

Förderung: BMWi / IGF; Förderkennzeichen: 18447 N

ModellKon


Methode zur modellgetriebenen Konstruktion von Tiefziehwerkzeugen

Der Aufbau eines vollständig parametrischen Modells eines Tiefziehwerkzeuges in einem 3D-CAD-System ist in der Regel mit hohem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Demzufolge entscheiden sich viele Konstrukteure gegen diese Vorgehensweise. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen eines von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geförderten Projektes durch das IFUM (Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen, Leibniz Universität Hannover) und die GFaI eine Methode zur modellgetrieben Konstruktion von Tiefziehwerkzeugen entwickelt.

Der Kern dieser Methode ist eine neu entwickelte grafische Modellierungssprache für die Domäne der Konstruktion von Tiefziehwerkzeugen. Aus Modellen in dieser GDSL können dann mittels Modelltransformationen parametrische CAD-Modelle generiert und durch Geometriemodellierung in 3D CAD Systemen vervollständigt werden. Auf diese Weise wird die Modellierung der parametrischen Abhängigkeiten leichter und weniger fehleranfällig.

Förderung: DFG; Förderkennzeichen: PL 706/1-1 und BE 1691/164-1