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Verleihung des Otto von Guericke - Preises
der AiF an die GFaI
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Die AiF verlieh am 9. 6. 1998 den Otto von Guericke-Preis 1998 an die GFaI.
Foto Preisverleihung
Foto Preisverleihung

Pressemitteilung der AiF vom 9.6.98:

Für die Entwicklung multimedialer Produkt- und Dienstleistungspräsentationen, die speziell auf die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen zugeschnitten sind, erhielten
Prof. Dr. Jürgen Sieck,
Anne Griepentrog und
Michael Pocher

in diesem Jahr den Otto von Guericke-Preis der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF).

Gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Dr. Günter Rexrodt überreichte AiF-Präsident Hans Wohlfart die Auszeichnung im Rahmen der Jahreshauptveranstaltung der AiF am 9. Juni 1998 in Berlin.

Der mit 10.000 DM dotierte Preis würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet der industriellen Gemeinschaftsforschung kleiner und mittlerer Unternehmen unter Einbeziehung aller Verfahrensschritte von der Forschung über den Transfer der Ergebnisse bis hin zur Umsetzung in die industrielle Praxis.

Foto Danksagung Prof. Sieck Das von der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI), einer der 108 Mitgliedsvereinigungen der AiF, im Rahmen eines Gemeinschaftsforschungsvorhabens entwickelte Planungssystem ermöglicht es erstmalig, künstlich erstellte 3D-Modelle auf handelsüblichen PCs perspektivgetreu in ein Hintergrundfoto einer realen Umgebung automatisch zu integrieren. Dabei werden die Modelle in der richtigen Position und Größe in das Hintergrundbild hineingezeichnet, so daß mit geringem Aufwand Darstellungen des Reality-Augmented Design erzeugt werden können, die aus Fotos und 3D-Computermodellen entstehen.

Spielplatzplanungssystem Die im Rahmen dieses Vorhabens der industriellen Gemeinschaftsforschung erzielten Ergebnisse bildeten die Grundlage für weitere Systementwicklungen außerhalb des über die AiF geförderten Projektes. So entstand für einen Stralsunder Spielplatzgeräte-Hersteller neben einer klassischen Produktpräsentation auch ein Planungssystem, mit dem der Kunde das Aussehen "seines " zukünftigen Spielplatzes schon vor der Fertigstellung begutachten kann. Ein weiterer Einsatzbereich der Software ist mittlerweile die Planung von Wintergärten bzw. des Austausches von Hauselementen wie Fenstern und Türen. In Kooperation mit zwei Architektenbüros wurden darüber hinaus digitalisierte Fotos von Architektur- und Landschaftsräumen mit 3D-Modellen von Gebäuden, Anbauten oder Fassadenelementen zur Erzeugung fotorealistischer Abbilder verbunden.
Wintergartenplanungssystem Die Vorteile der Nutzung des von der GFaI entwickelten Planungssystems lassen sich mittlerweile eindeutig quantifizieren:
  • So konnte der Hersteller der Software seinen Umsatz in den Jahren 1995 bis 1997 auf das Sechs- bis Siebenfache steigern.
  • Die Anwender der Software, Wintergarten- und Hauselementehersteller, verzeichneten eine Senkung des Aufwandes für die Angebotserstellung auf 25 bis 30 Prozent.
  • Außerdem konnten sie eine ca. vierzigprozentige Steigerung der Vertragsabschlüsse und
  • eine Verdopplung der Anzahl der Verkaufsabschlüsse registrieren,
  • so daß sich die Anschaffungskosten der Software in rund sechs Wochen amortisierten.
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