in der automatischen Bildverarbeitung für die Fleischindustrie
Die automatischen Bildverarbeitung in der Fleischindustrie benötigt die Farbe der Objekte zur Auswertung. Die mit einer Kamera gemessene Farbe hängt aber vom momentanen Licht (die Beleuchtung des Bildverarbeitungssystems und das zusätzlich einfallende Fremdlicht) bei der Bildaufnahme und vom aktuellen Zustand der jeweiligen Kamera ab. Daher stößt die bisherige Arbeitsweise hinsichtlich Genauigkeit und Zuverlässigkeit an Grenzen, weil sie auf der Annahme basiert, dass die von Kamera gelieferten RGB-Farbwerte immer den Werten entsprechen, die bei der Eichung des Systems zu einem anderen Zeitpunkt und an einem anderen Ort ursprünglich einmal als Referenz zugrunde gelegt wurden. Das Problem ist, dass die Klassifikation der Fleischprodukte im Bildverarbeitungssystem auf Basis der RGB-Werte des Bildaufnahmesystems erfolgt, so dass diese RGB-Werte nicht zu sehr abhängen dürfen von der momentanen Bildaufnahme (ein Problem der Farbkonstanz).
Die Hoffnung einer ausreichenden Stabilität der Farbbilderfassung wird in diesem Vorhaben aufgegeben zugunsten eines Farbmanagements, das im laufenden Arbeitsbetrieb des Systems ständig eine Kontrolle der Farbkalibrierung und ein Anpassen der RGB-Farbwerte der Kamera ausführt. Mit diesem Ziel werden Bildanalyseverfahren und Kalibrieralgorithmen für Farbe und Licht entwickelt, die den Bedingungen der fleischverarbeitenden Industrie entsprechen. Die in der GFaI entwickelten Algorithmen werden in der automatischen Schlachtkörperbewertung der e+v Technology GmbH zu erprobt und eingesetzt mit dem Endziel, Bildverarbeitungssysteme mit einer höheren Messgenauigkeit und Zuverlässigkeit zu ermöglichen.
Projektdaten:
Förderung: BMWi, Fördermaßname ZIM-Kooperationsprojekte, Projektträger: AiF
Laufzeit: 01.03.2010 - 31.10.2011
Partner: e+v Technology GmbH, Oranienburg
Kontakt
Dr. Josef Richardt
Tel.: +49 30 814563-630
eMail: richardt@gfai.de