SinoVE Management - Grundsätzliche Untersuchung von Verfahren zur Modellierung von Gefahrenszenarien in komplexen Verkehrsinfrastruktursystemen

Verbundprojekt: Sicherheit in offenen Verkehrssystemen Eisenbahn (SinoVE)

Zielstellung des Projektes

Zielstellung des Forschungsvorhabens SinoVE Management ist die Entwicklung eines neuartigen Sicherheitsmanagementsystems für das Verkehrssystem Eisenbahn. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Verkehrsknotenpunkte für den Personenverkehr. Die neuen Verfahren sollen die Sicherheitskräfte in kritischen Situationen technisch mittels systemgestützter Gefahrensimulation unterstützen. Die besonderen Gefahrenpotentiale, die durch den offenen Charakter des Verkehrssystems Eisenbahn entstehen, stellen eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung des Sicherheitsmanagementsystems dar.

Das Teilprojekt der GFaI befasst sich mit der Untersuchung von Verfahren zur Modellierung von Gefahrenszenarien in komplexen Verkehrsinfrastruktursystemen.

Projektergebnisse

Schwerpunkt der Arbeiten der GFaI bildete die Entwicklung von Verfahren für die schnelle und kostengünstige Bereitstellung von Umgebungsdaten für sicherheitsrelevante Aufgabenstellungen in komplexen Gebäudestrukturen innerhalb des Verkehrssystems Eisenbahn. Es entstanden:

  • Automatisierte Analyseverfahren zur Generierung von Infrastrukturmodellen für die Personenstromsimulation, die kameraübergreifende Objektverfolgung und die Ortung nicht zuzuordnender Gegenstände.
  • Ausgehend von normalen („nicht intelligenten“) CAD-Zeichnungen werden mit hohem Automatisierungsgrad intelligente 3D-Modelle erzeugt, die Auskunft über Bauwerks- und Raumstrukturen, Bewegungsflächen, Hindernisse und „Points of Interest“ geben.
Projekt SinoVE Management
Links: Infrastrukturanalyse. Rechts: automatisiert erzeugtes Modell HBF FFM

Durch die GFaI wurden im Rahmen des Verbundprojekts weiterhin folgende Verfahren und Konzepte entwickelt:

  • Entwicklung eines gesicherten WEB-Services für die standardisierte Bereitstellung von Infrastrukturinformationen
  • Verfahren zur vollautomatischen Ableitung von Verkehrs- und Evakuierungswegen aus (sich ändernden) Infrastrukturmodellen komplexer Gebäude
  • Methoden zur Verortung von Überwachungskameras und deren Beobachtungsbereichen im 3D-Modell
  • Optimierungsverfahren für die Flächenbereitstellungsplanung im Katastrophenfall

Projektpartner

  • Deutsche Bahn AG (Konsortialführer)
  • Bosch AG
  • Bundespolizei
  • Fraunhofer HHI
  • Siemens AG
  • TU Berlin
  • Vis-a-pix GmbH